Kreis Viersen: Polizei warnt vor erpresserischen Emails

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detlevdeike_wq2ck2q0
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Kreis Viersen: Polizei warnt vor erpresserischen Emails

Beitrag von detlevdeike_wq2ck2q0 » Freitag 19. April 2019, 06:02

Der Einfallsreichtum von Betrügern ist unendlich. Erpresserische Emails sind dabei eine Facette, mit der die Kriminellen versuchen, an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Neben den Phishing Mails, über die man versucht an Bankdaten oder Kontodaten der Adressaten zu gelangen, sind seit geraumer Zeit Emails im Umlauf, die die Empfänger auffordern, Bitcoins zu überweisen, um eine öffentliche Bloßstellung zu verhindern. Die Absender geben vor, den Adressaten beim Besuch pornographischer Seiten ausgespäht und gefilmt zu haben. Um zu verhindern, dass die angeblichen Beweisvideos im Internet veröffentlicht würden, soll der Adressat Geld in Form der digitalen Währung überweisen. Neu ist die Fortentwicklung dieser schon im vergangenen Jahr aufgetauchten Betrugsmasche: Die Kriminellen schreiben ihre auserwählten Opfer namentlich an und nennen in der Email ein tatsächlich vom Opfer benutztes Passwort, das sie bei vergangenen kriminellen Cyber-Angriffen gephisht haben. Mit dieser Variante erhöhen sie den Druck auf das Opfer und unterstreichen die Ernsthaftigkeit ihrer Drohung. Bislang ist der Kripo im Kreis Viersen kein Fall bekannt geworden, wo diese Maschen zum Erfolg geführt hätten, aber sie scheint zu funktionieren, das belegen die deutlich gestiegenen Fallzahlen: Bewegten sich die bekannt gewordenen Fälle in den ersten Monaten des Jahres 2018 durchweg im einstelligen Bereich, so stellt die Polizei seit Oktober 2018 eine deutliche Fallzahlensteigerung fest. Anzeigt werden derzeit im Kreis im Schnitt 25 Straftaten im Monat, wobei die Polizei mit einem großen Dunkelfeld rechnet, da sehr viele dieser betrügerischen Angriffe nicht angezeigt werden. Genau darum aber bittet die Polizei im Kreis Viersen: Zahlen Sie auf gar keinen Fall! Sie werden betrogen! Es ist kein Fall bekannt, wo „Beweisvideos“ tatsächlich verschickt oder veröffentlicht worden wären! Sind Sie von der neuen Masche betroffen und die Betrüger kennen tatsächlich Ihren Namen und ein echtes Passwort, so ändern Sie Ihre Passwörter sofort./ah (290)



Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Viersen

Pressestelle
Antje Heymanns
Telefon: 02162/377-1191
Fax: 02162/377-1199
E-Mail: pressestelle.viersen@polizei.nrw.de



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